FAQ

Oft gestellte Fragen


  • Die Agricultural Industry Electronics Foundation e.V. ist eine internationale Industrieplattform die sich für die verstärkte Nutzung internationaler Elektronik-Standards in der Landtechnik einsetzt.

  • Die ISOBUS-Norm  ISO 11783 ist zunächst Schwerpunkt ihrer Arbeit. Sie befasst sich aber auch mit der Norm ISO 25119 „ Safety of Electronic Controls“.

  • Entwicklung und Pflege spezieller ISO-Normen bleibt weiterhin in der Verantwortung der ISO und ihrer Arbeitsgruppen.

  • Erste Treffen mit dem Ziel, eine solche Organisation zu unterstützen, erfolgten im Februar 2007.

  • Vor allem AEM und VDMA und ihre Gremien arbeiteten einen praktikablen Vorschlag aus und stellten die Idee im Frühjahr und Sommer 2008 den Landtechnik-Herstellern vor.

  • Die offizielle Gründung der Foundation erfolgte im Oktober 2008 bei einer Konferenz von Firmenrepräsentanten in Frankfurt/Main.

Es gibt zwei Kategorien von Mitgliedern

  • Core-Mitglieder, die durch einen Lenkungsausschuss (Steering Committee) die Vereinigung leiten und die AEF mit einem jährlichen Beitrag finanzieren. Nur Landtechnik-Hersteller sind als Core-Mitglieder stimmberechtigt. Herstellerverbände können Core-Mitglieder mit unterstützender Funktion sein. Zur Zeit arbeiten VDMA, die US-amerikanische AEM und die italienische FederUnacoma als aktive Core-Mitglieder in der AEF mit.

  • Gewöhnliche Mitglieder zahlen eine Servicegebühr und können nach ihren Möglichkeiten Personal für die Projektarbeit bereitstellen. Gewöhnliche Mitglieder sind Zulieferer, akademische Institute und alle anderen Instanzen mit Interesse an Elektronik in der Landwirtschaft.

Eine vollständige Mitgliederliste können Sie auf der Seite AEF-Mitglieder einsehen. Die Mitgliedschaft ist nicht geografisch beschränkt.

  • Landwirte, die in den vergangenen Jahren ISOBUS-Lösungen einsetzten, hatten oft Probleme mit der Kompatibilität verschiedener Maschinen und Schwierigkeiten damit, diese Fehler durch Werkskundendienste beheben zu lassen.

  • Häufig entstanden die Probleme durch die Weiterentwicklung der ISOBUS-Norm, speziell, wenn neue Bauteile neue Funktionalitäten besaßen, die von älteren Versionen nicht unterstützt wurden. Die Landtechnikindustrie hat jedoch festgestellt, dass den Anwendern diese Einschränkungen kaum ersichtlich waren.

  • Die Hersteller erkannten, dass sie die Funktionalitäten, also die Möglichkeiten der ISOBUS-Geräte und die Einschränkungen, besser erklären müssen.

  • Sie begriffen ebenfalls, dass sowohl der Kundendienst der Schlepperhersteller als auch jener der Gerätelieferanten in der Lage sein müsste, bei ISOBUS-Problemen zu helfen.

  • Und schließlich setzte sich in der Industrie die Erkenntnis durch, dass sie sich stärker für die Entwicklung der ISOBUS-Zertifizierung und für mehr Testmöglichkeiten einsetzen muss.

Die AEF hat sechs Projekte festgelegt, denen sie sich vordringlich widmet.

  • Entwicklung eines neutralen, standardisierten Kompatibilitäts- und Zertifizierungsverfahrens, das von Herstellern bei der Geräteentwicklung sowie von Testinstituten für die Zertifizierung genutzt werden kann. Und das weltweit.

  • Festlegen sicherheitsrelevanter Themen der ISOBUS-Norm, die bearbeitet werden müssen sowie Funktion als Beratungsinstanz gegenüber den für die beiden Normen 11783 und 25119 verantwortlichen ISO-Arbeitsgruppen.

  • Deutlich machen, dass ISOBUS-Geräte mit unterschiedlichen Versionen des Standards und mit Geräten kompatibel sind, die nach früheren Versionen hergestellt sind (Abwärtskompatibilität). Der Anwender soll klar erkennen können, wie zwei ISOBUS-Geräte miteinander funktionieren.


  • Schnelle und leistungsfähige Fehlerdiagnose und Problembehebung durch Entwicklung genormter, herstellerübergreifender Hilfsmittel sowie Schulung von Händlern und Technikern.

  • Eröffnung eines Dialoges zwischen Maschinen- und Geräteherstellern zum Thema „Automatische Ablaufsteuerung“ (Sequence Control), also Folgeschaltungen wie zum Beispiel ein Vorgewende-Management, bei dem Funktionen von Traktor und Arbeitsgerät nahtlos als System zusammenarbeiten müssen, um den Fahrer zu entlasten.

  • Verdeutlichung der Vorteile von ISOBUS durch Kommunikation sowie klare, verständliche Information von Landwirtschaft und Industrie.

  • Die AEF ist eine internationale Vereinigung von international agierenden Landtechnik-Herstellern, Zulieferern und Organisationen.

  • Die AEF betreibt ein Verwaltungsbüro in Gütersloh, das auch die Kontakte zu allen Mitgliedsfirmen hält.

  • Drei Verbände, AEM in Milwaukee, WI, USA; VDMA in Frankfurt und FederUnacoma in Bologna, Italien, unterstützen die AEF mit personellen Ressourcen.

  • Ein brasilianischer Herstellerverband (Forca Tarefa ISOBUS (FTI), interessiert sich für eine Partnerschaft mit der AEF.

  • Der Lenkungsausschuss (Steering Committee) der AEF berät sich ortsunabhängig mehrmals pro Jahr. In der Regel werden die Meetings bei einem AEF-Mitglied abgehalten.

  • Projektteams konferieren in Europa, den USA und per Telefonkonferenz.

  • Zur Zeit finanziert sich die AEF durch jährliche Beiträge der Core-Mitglieder und durch von den Mitgliedsverbänden (VDMA, AEM und FederUnacoma) bereitgestellte Ressourcen.

  • Ein großer Teil der Arbeit der AEF wird von Personen durchgeführt, die Mitgliedsfirmen in die Projektgruppen delegiert haben. Die Kosten dafür trägt das jeweilige Unternehmen.

  • NAIITF ist die Abkürzung für North American ISOBUS Implementation Task Force. Sie ist eine Arbeitsgruppe, die unter dem Schirm der AEM (Association of Equipment Manufacturers) 2002 gegründet wurde. IGI (Implementation Group ISOBUS) ist das vom VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) unterstützte europäische Gegenstück.

  • Beide hatten die Aufgabe, ISOBUS durch Öffentlichkeitsarbeit, Schulung und Veranstaltung von Hersteller-Treffen und Plugfeste zu fördern.

  • Seit Gründung der AEF mit ihren Projektgruppen hat sie nun die Aufgaben der beiden Vorgänger IGI und NAIITF übernommen.

  • IGI und NAIITF werden sich daher auflösen und in die Projektgruppen der AEF integrieren.

  • Ja, Heute konzentriert sich die AEF zwar auf die Förderung und Implementierung der beiden ISO-Normen ISO 11783 ISOBUS and ISO 25119 “Funktionssicherheit”.

  • Allerdings ist die AEF von Anfang an für die Unterstützung jedes landwirtschaftlichen Elektronik-Standards angelegt. Daher ist sie offen für die Unterstützung weiterer Technologien, sobald sie als internationale Normen akzeptiert sind.

  •  Ein Beispiel für zusätzliche Aufgaben könnte die Unterstützung eines neuen internationalen Standards für drahtlose Kommunikation sein, soweit sie für landwirtschaftliche Zwecke genutzt wird. Der Standard wird zur Zeit von der ISO PM23/SC19 WG5 konzipiert.

  • Die AEF Projektgruppen sind durch Mitarbeiter einzelner Mitgliedsfirmen gebildet.

  • Diese Gruppen erledigen die eigentliche Arbeit der Foundation. Dazu zählen die Entwicklung von Hilfsmitteln, die Veranstaltung von Schulungen für Techniker, die Unterstützung von Unternehmen, die sich neu mit der Technologie befassen, die Veranstaltung von Plugfesten, sowie die Schulung durch Präsentationen und Meetings.

  • Die AEF bemüht sich sehr, Mitarbeiter aus den vielen Abteilungen der Unternehmen wie Marketing, Service, Management und Engineering einzubinden.

  • Entwicklung und Pflege von ISO-Normen wie ISO 11783 ISOBUS wird weiterhin von der ISO und ihren Arbeitsgruppen koordiniert. Die Entwicklung von Standards ist nicht Aufgabe der AEF.

  • Die AEF unterstützt die ISO-Normen, sobald sie veröffentlicht sind.

  • Zahlreiche AEF-Mitglieder sind jedoch ebenfalls in den Normenentwicklungsausschüssen der ISO aktiv. Deshalb werden ihre Erfahrungen auch in die ISO-Normenentwicklung einfließen.

  • Eine der AEF-Projektgruppen arbeitet zur Zeit an einer Rückmeldung an die beiden ISO-Arbeitsgruppen für ISO 11783 und ISO 25119, um die beiden Normen voll kompatibel zu machen.

  • Die AEF überwacht auch die Aktivitäten anderer ISO Arbeitsgruppen, damit während der Entwicklung und der Weiterentwicklung Kompatibilität zwischen den Normen gewährleistet ist. Ein Beispiel wäre, dafür zu sorgen, dass die Definitionen und Datenübertragungsformate zwischen CAN und drahtlosen Bauteilen übereinstimmen. Diese Normen werden heute von zwei verschiedenen ISO-Arbeitsgruppen betreut.

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